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Psychisch erkrankte Kinder spielerisch fördern

Spielerische Angebote ergänzen die klassische Psychotherapie.© Adobe Stock/Pixel-Shot

Motivation

Gerade in den jüngeren Altersgruppen nehmen psychische Erkrankungen seit Jahren zu. Knappe Therapieplätze sind mit langen Wartezeiten verbunden. Für Kinder im Vor- und Grundschulalter kann es daher hilfreich sein, wenn innovative digitale, möglichst spielerisch anmutende Angebote die klassische Psychotherapie ergänzen.

Ziele und Vorgehen

Das Team aus Expertinnen und Experten für psychische Gesundheit, Spieleentwicklung und Datenwissenschaft übersetzt die Inhalte bewährter therapeutischer Behandlungsmethoden in ein digitales, spielerisch-erzähltes Kinderbuch. Dabei berücksichtigt es neurowissenschaftliche Erkenntnisse. Die Ergebnisse fließen in eine App, die Kindern Aufgaben stellt, die sie vor allem in ihren realen Lebensumfeldern bewältigen sollen. Der Schwerpunkt liegt auf Tätigkeiten in der Natur. Die Aufgaben beinhalten Übungen, mit denen die Kinder lernen, ihre Emotionen zu regulieren. Dieser transdiagnostische Ansatz ist diagnoseübergreifend geeignet. Weitere Inhalte der App sind ein Kartensystem für die Verwendung im Rahmen der regulären Psychotherapie sowie ein Portal, über das die Familien mit den Therapeutinnen und Therapeuten kommunizieren können. Die Forschenden legen besonderen Wert auf einen partizipativen Entwicklungsprozess.

Innovationen und Perspektiven

Der im Rahmen des Projekts entwickelte Prototyp kann als Grundlage für die weitere Entwicklung einer digitalen Anwendung dienen, die modular konzipiert, transdiagnostisch einsetzbar und gamifiziert ist und somit traditionelle psychotherapeutische Interventionen im Kindesalter ergänzen kann.